VIP-Bereich SAP Arena
Meixner Schlüter Wendt Architekten, Frankfurt
VIP Ein- und Ausgangsbereiche, 2014. Foto: © SAP Arena
Wenn eine Arena ihre VIPs beeindrucken will
Zwei VIP-Lounges, eine Arena, und ein enger Zeitplan von März bis Ende August 2014. Die SAP Arena Mannheim wollte ihren Eingang West und Ausgang Ost aufwerten und hat dafür auf Arnold als Generalunternehmer gesetzt. Gemeinsam mit einem Glasspezialisten und einem Lichtdesigner haben wir beide Bereiche von der ersten Planung bis zur Fertigstellung komplett übernommen.
Der VIP-Eingang West misst rund 18,5 mal 7,5 Meter, der Ausgang Ost etwa 10,5 mal 9,5 Meter. Zusammen kommen beide Bereiche auf rund 460 Quadratmeter Glasfläche und knapp 180 Quadratmeter Dachfläche.
Detailansicht - VIP-Eingangsbereich, 2014. Foto: © SAP Arena
Tragwerk aus Stahl, Hülle aus Glas
Das Herzstück der Konstruktion ist eine feuerverzinkte und lackierte Stahlbaukonstruktion, die sowohl auf Streifenfundamenten sitzt als auch an die bestehende Fassade der Arena angebunden ist. Decken- und Bodenebene wurden so ausgelegt, dass sie die statischen Anforderungen der großformatigen Glasfassaden tragen können.
Und die Glasflächen sind es, die dieses Projekt wirklich anspruchsvoll gemacht haben: 82 Scheiben aus Verbundsicherheitsglas, jeweils zwei Lagen 10 Millimeter Weißglas mit PVB-Zwischenfolie, gerundet, zwischen 3,8 und 4,9 Meter hoch und über insgesamt rund 120 Laufmeter verbaut. Jede einzelne Scheibe musste passgenau hergestellt, transportiert und eingebaut werden. Schall- und Sonnenschutz sind dabei direkt integriert.
Foto: © SAP Arena
Integrierte LED Beleuchtung prägen die VIP Lounge in der SAP Arena Mannheim. 2014. Foto: © SAP Arena
Eine Fassade, die sich der Stimmung anpasst
Prägend für die Optik der Lounges ist das Lichtkonzept. In den belüfteten Glaselementen befinden sich steuerbare, mehrfarbige LEDs. So entsteht der Effekt, dass Helligkeit und Farbe nicht von außen auf die Fassade treffen, sondern von innen durch die transparenten Flächen strahlen. Abhängig von Anlass und gewünschter Stimmung lässt sich die Atmosphäre des Raums gezielt inszenieren.
Dies war von Anfang an ein enger Dreiklang aus Stahlbau, Glas und Licht – genau deshalb haben wir früh alle Beteiligten an einen Tisch gebracht. Wenn Statik, Glasgeometrie und Lichttechnik voneinander abhängen, müssen alle Gewerke perfekt miteinander abgestimmt sein – von der Planung bis zur letzten Scheibe.
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