Transatlantische Bären

A.P. Rott

Zusammenfassung

Die beiden Skulpturen BEAR.1 und BEAR.2 wurden in den Jahren 2025/26 gefertigt. Der Projektumfang umfasste Konstruktion, Fertigung sowie Montage. Kopf und Tatzen bestehen aus Aluminiumguss und wurden nach Vorgabe des Künstlers geschliffen und poliert. Der übrige Körper entstand in aufwändiger Handarbeit durch manuelle Blechumformung von Edelstahlblechen.

Leistungen

Planung, Fertigung, Montage vor Ort

Projektleiter

Christoph Teuber, Andreas Engeln

Kunde

A.P. Rott

Jahr

2026

BEAR.2 bei der Entstehung in Friedrichsdorf. Foto: Arnold AG

Fragen des Lebens

Für den deutschen Künstler A.P. Rott sind die „Transatlantischen Bären“ ein besonderes Kunstprojekt. Mit den identischen Skulpturen tritt er erstmals öffentlich in Erscheinung. Gleichzeitig bilden sie den Auftakt seiner Werkreihe „Monumental Reflections“, deren Fertigstellung für  2027 vorgesehen ist. 
   
Seit vielen Jahren setzt sich A.P. Rott mit grundlegenden Fragen des Lebens auseinander: Wie stehen Mensch und Natur zueinander? Welche Auswirkungen hat das menschliche Handeln auf Freiheit und Verantwortung? Antworten darauf sucht er im Austausch mit seiner Umwelt und übersetzt seine Gedanken in seine künstlerischen Arbeiten.  

Mit dem Kraftformer wird das Aluminiumblech Stück für Stück in die gewünschte Form gebracht. Foto: Arnold AG

Feinarbeit von Hand: Jedes Blechteil wird sorgfältig geprüft, bevor es seinen Platz am Bären findet. Foto: Arnold AG

Anhand des Styropor-Modells sind die einzelnen Metallsegmente, die später zu einem Ganzen zusammen gefügt werden, gut zu erkennen. Foto: Arnold AG

Das Team hinter den transatlantischen Bären: Mitarbeiter, Fertigungsleiter und Projektleiter gemeinsam in der Halle, in der die Skulpturen entstanden sind. Foto: Arnold AG

Nahaufnahme auf die fertige Skulptur. Foto: Ron Zander, Arnold AG

Über Distanzen hinweg

Die „Transatlantischen Bären“ setzen ein Zeichen für Verständigung und Austausch. Als Teil einer deutsch-kanadischen Charity-Initiative verbinden sie zwei Orte auf unterschiedlichen Kontinenten: Der eine Bär steht in einem Naturpark in Kanada, der andere in Friedrichsdorf. Zusammen treten die beiden Großskulpturen über den Atlantik hinweg in einen symbolischen Dialog.

Für A.P. Rott steht das Projekt für die Überzeugung, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen sollen. Kunst wird dabei zur Brücke, zwischen Deutschland und Kanada, zwischen öffentlichem Raum und persönlicher Begegnung sowie zwischen künstlerischer Idee und handwerklicher Umsetzung.

Detailansicht Tatze. Foto: Ron Zander, Arnold AG

Kunst, die weiterwirkt

„Bear.2“ ist mehr als ein Kunstwerk. Die Skulptur kann erworben werden; ein Teil des Erlöses soll eine deutsch-kanadische Charity-Initiative unterstützen und den Austausch junger Menschen zwischen beiden Ländern fördern.

Damit vereint das Projekt mehrere Ebenen: künstlerischen Ausdruck, internationale Verständigung und gesellschaftliches Engagement. Der Bär steht für die Idee, dass Begegnung dort beginnen kann, wo Menschen innehalten, hinschauen und miteinander ins Gespräch kommen.

Link zur Charity-Initiative: aprott.com/charity

Blick von unten und Detailansichten. Fotos: Ron Zander, Arnold AG

Handarbeit für eine Großskulptur

Die Umsetzung erforderte nicht nur technische Kompetenz, sondern vor allem präzise Handarbeit. Aus zahlreichen Einzelteilen entstand eine Großskulptur, deren Erscheinungsbild sich mit Licht, Wetter und Jahreszeiten ständig verändert.

Gerade diese Wandelbarkeit verleiht der Skulptur seine besondere Wirkung. Sonne, Regen und wechselnde Blickwinkel lassen die Oberfläche immer wieder neu erscheinen. Bei der Aufstellung wurde deshalb auch darauf geachtet, dass Verkehrsteilnehmende nicht geblendet werden.

Auch der Sockel, auf dem Bear.2 steht, wird sich im Laufe der Zeit verändern. A.P. Rott entschied sich für bewusst für Cortenstahl, ein Material, das unter Witterungseinfluss eine charakteristische rostfarbene Patina entwickelt.  

Visualisierung des Bear.1. Rendering: Arnold AG

Aufnahme von der Enthüllung im Sommer 2026. Video: Ron Zander, Arnold AG

Ein Kreisverkehr wird zur Kunstbühne

Am 25. Juni 2026 wurde „Bear.2“ gemeinsam mit dem Künstler A.P. Rott, Bürgermeister Lars Keitel und Arnold-Vorstand Boris Bachmeier offiziell eingeweiht.

Der Kreisverkehr an der Kreuzung Höhenstraße, Kolberger Straße und Industriestraße ist damit mehr als ein Verkehrspunkt geworden. Er dient heute als öffentlich zugänglicher Ausstellungsort und macht sichtbar, welche außergewöhnlichen Arbeiten in Friedrichsdorf entstehen. Gemeinsam mit der Stadt plant Arnold, dort künftig weitere Kunstwerke aus eigener Fertigung zu präsentieren.

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