Der Öschberghof

Allmannwappner GmbH

Zusammenfassung

Für das 5-Sterne-Superior Hotel Öschberghof in Donaueschingen entwickelten und koordinierten wir die Lösung für Fassaden- und Dachverkleidungen der Neubauten. Das Konzept wurde aus bandbeschichtetem Stahl umgesetzt und im Jahr 2020 mit dem Deutschen Fassadenpreis ausgezeichnet.

Leistungen

Konstruktion, Projektmanagement, Fertigung Spezialbauteile

Projektleiter

Christian Nochta

Kunde

Öschberghof GmbH

Jahr

2019

Schriftzug „Der Öschberghof“ auf der Fassade, ein subtiler Blickfang im Ensemble. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

Vom Klassiker zum modernen Resort

Der Öschberghof in Donaueschingen gehört seit Jahrzehnten zu den bekannten Golf- und Wellnessresorts im Süden Deutschlands. Die Anlage wurde umfassend erweitert und neu organisiert. Neue Gästezimmer, ein großes Spa, ein Tagungszentrum, eine neue Empfangshalle und weitere Gebäude sind entstanden.

Die Architektur stammt vom Münchner Büro Allmannwappner, deren Entwurf sich an der regionalen Bauweise des Schwarzwalds orientierte. Mehrere Satteldachhäuser bilden zusammen ein Ensemble, das sich ruhig in die Landschaft einfügt.

Nahaufnahme der gefalteten Metallfassade mit klaren Linien und sichtbarer Struktur. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

Wenn Material und Vision sich finden

Die Fassadenlösung war zu Projektbeginn noch offen. Ursprünglich war eine Metallverkleidung aus geprägtem Edelstahl vorgesehen – gesucht wurde jedoch eine wirtschaftlichere und technisch gleichwertige Alternative. Frühzeitig ins Projekt eingebunden, entwickelten wir gemeinsam mit Architekten und Bauherrn in Workshops verschiedene Lösungsansätze und arbeiteten diese gezielt weiter aus.

Dacheindeckung und Fassadenverkleidung wurden bewusst voneinander getrennt – für dauerhaften Witterungsschutz und vereinfachte Wartung. Als Verkleidungsmaterial fiel die Wahl auf bandbeschichteten Stahl von Thyssenkrupp Steel Europe AG: farblich präzise abgestimmt, gut formbar und architektonisch überzeugend.

Nahaufnahme der unterschiedlichen Faltrythmen. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

»Unsere Kunden müssen sich nicht auf einen Kompromiss von der Stange einlassen. Sie können Ihrer Idee freien Lauf lassen. Was zwischen Vision und Unikat liegt, ist unser Handwerk.«

Christian Nochta

Projektleiter

Neubau und Altbau ergänzen sich optisch. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

Übergang zwischen Holzfassade des Bestands und Metallfassade der Neubauten. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

Spezialanfertigungen aus Friedrichsdorf

Einige Bauteile konnten nur im Werk der Arnold AG hergestellt werden. Dazu gehörten die Traufelemente mit besonders hohen Anforderungen an Dichtigkeit und Passgenauigkeit.

Für diese Teile mussten Blechprofile in einem speziellen Winkel gesägt, gefügt und dauerhaft abgedichtet werden. Am Standort Friedrichsdorf wurde hierfür sogar eine Formatkreissäge umgerüstet, um die Profile bearbeiten zu können. Am Ende entstanden rund 1.000 Kantenelemente, die unser Endmontageteam fertiggestellt hat.

Die Fassade fängt die warmen Farben des Himmels ein. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

Detailansicht der Fassade. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

Stahl trifft Holz – ausgezeichnete Fassadenarchitektur im Einklang mit der Landschaft

Die gefalteten Stahlbleche prägen heute die Fassaden der Neubauten. Zusammen mit den Holzfassaden des Bestands entsteht ein ruhiges Gesamtbild, das sich gut in die Landschaft einfügt.

Die Qualität des Entwurfs wurde 2020 mit dem Deutschen Fassadenpreis ausgezeichnet. Für uns ist das vor allem eine schöne Bestätigung dafür, dass gute Architektur und eine durchdachte technische Lösung zusammengehören.

Die Fassade strahlt im Licht der Dämmerung. Foto: Rainer Schroeer, ©thyssenkrupp Steel Europe

Starkes Netzwerk, überzeugendes Ergebnis

Ein Projekt dieser Größe entsteht im Zusammenspiel verlässlicher Partner. Arnold AG übernahm die Entwicklung des Fassaden- und Dachkonzepts sowie die gesamte Koordination der Umsetzung. Die Produktion der Fassadenprofile realisierte Müncker direkt aus angelieferten Coils; die Montage vor Ort lag in den Händen unseres Partnerunternehmens Schlichter. Dieses eingespielte Zusammenwirken war die Grundlage für ein Ergebnis, das technisch und gestalterisch überzeugt.

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