Cracked Cube

Ewerdt Hilgemann

Zusammenfassung

Mithilfe einer eigens entwickelten Implosionstechnik verwandelt Hilgemann Würfel, Pyramiden und Quader in faszinierende Formen, die durch ihre bewusste Unvollkommenheit Aufmerksamkeit erregen und Kontroversen auslösen. Die Ausgangsobjekte variieren in Größe, Metallart und Oberflächenbeschaffenheit.

Leistungen

Planung, Konstruktion, Schweißen, Politur, Implosion

Projektleiter

Frank Lohmann

Kunde

Ewerdt Hilgemann

Jahr

2014

Die geniale Vision der Luftentzugskunst

Mit seiner kühnen Vision, metallischen Hohlkörpern die Luft zu entziehen, kreiert der deutsch-niederländische Künstler Ewerdt Hilgemann Kunstwerke von einzigartiger Ausdruckskraft. In diesem Falle handelt es sich um den „Cracked Cube”, dessen technischen Besonderheiten wir hier herausstellen. 

Die Kantenlänge des Werkstücks beträgt 1990 x 1990 x 1990 mm. Es besteht aus Edelstahlblech der Legierung 1.4404 mit einer Materialstärke von 3 mm und einem Gesamtgewicht von etwa 570 kg. Das Edelstahlblech ist einseitig poliert. Die sechs einzelnen Blechsegmente sind mittels Laserstrahlschweißen dicht miteinander verbunden. Dieses Schweißverfahren wird aufgrund seiner hohen Schweißgeschwindigkeit, der schmalen und schlanken Schweißnahtform sowie des geringen thermischen Verzugs eingesetzt.

 

Vollkommen unvollkommen

Die polierten Oberflächen befinden sich auf der Innenseite des Würfels. Es ist von größter Wichtigkeit, dass beim Schweißen keine Verfärbungen auf der polierten Oberfläche entstehen, da diese nach der Implosion und dem Aufschneiden sichtbar wären. Um dies zu gewährleisten, werden im Fertigungsprozess spezielle Vorkehrungen getroffen. Die Implosion kann bei dieser Größe des Werkstücks bis zu einer Stunde dauern. Die Schweißnähte sind so ausgeführt, dass sie der Verformung bei der Implosion standhalten und nicht reißen, da sonst der Verformungsprozess nicht fortgeführt werden könnte. Aufgrund der nach der Implosion entstehenden Spannungen muss das Öffnen mit äußerster Sorgfalt vorgenommen werden.

Der langsame Prozess der Implosion ist von einer fesselnden Faszination geprägt, da das endgültige Ergebnis bis zum Schluss ungewiss bleibt und zu unerwarteten Formen führt. Wir fühlen uns geehrt, Ewerdt Hilgemann auf seinem kreativen Weg zu begleiten und gemeinsam mit ihm diese eindrucksvolle Art der Metallbearbeitung weiterzuentwickeln.

 

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