Amber - Habitat
Marike Schreiber
Amber – Habitat:
Kunst am Bau im Behördenzentrum Rostock
„Amber“ nach der Installation, 2025. Fotos: Tim Kellner
Amber – Tropfenförmige Glasinstallation im Treppenhaus
Der vertikale Raum im Treppenhaus von Haus 3 bildete den idealen Rahmen für die Installation „Amber“, die sich über mehrere Etagen erstreckte. Die Skulptur besteht aus sieben tropfen-förmigen Glasobjekten, die wie eingefrorene Bernsteintropfen wirken und an einem eigens entwickelten Tragseil hängen. Farbe und Form erinnern an Harztropfen im Moment ihres Fließens, gleichzeitig verweist der Titel auf das Bewahren eines Augenblicks, ähnlich wie Inklusen im Bernstein.
Durch die präzise handwerkliche Umsetzung entsteht eine vertikale, fast schwebende Skulptur, die den Raum neu interpretiert und die Architektur subtil verstärkt. Die Installation „Amber“ hatte eine Höhe von 575 cm, eine maximale Breite und Tiefe von 40 cm und ein Gesamtgewicht von etwa 225 kg. Die Glasobjekte wurden in enger Zusammenarbeit mit einer Berliner Glaswerkstatt gefertigt und an einem Stahlträger mit Kausche aufgehängt. Die komplexe Seilabhängung wurde eigens für diesen Raum entwickelt, um die Skulptur sicher und zugleich leicht wirkend zu integrieren.
„Habitat“ nach der Installation, 2025. Fotos: Tim Kellner
Lasergravierte Baumstruktur als raumprägende Skulptur
Im Eingangsbereich des Erdgeschosses von Haus 1 findet „Habitat“ seinen Platz: eine horizontal ausgerichtete Messingskulptur, die als stiller, aber kraftvoller Akzent gegenüber dem Eingang wirkt. Die Skulptur erinnert an einen abgestorbenen Baumstamm und ist detailreich graviert. Die feinen Linien zeichnen organische Strukturen und Jahresringe nach, wodurch die Oberfläche im Licht changiert.
„Habitat“ verankert den Raum am Boden und steht in einem spannungsvollen Dialog mit der vertikalen Bewegung von „Amber“. So entsteht ein Zusammenspiel zwischen Vertikale und Horizontale, Bewegung und Ruhe, Entstehen und Vergehen. Die Skulptur besteht aus einer 8 mm starken Messingplatte (Maße: 65 × 250 cm, Gewicht ca. 50 kg) und wurde mittels Lasergravur bearbeitet. Die Anbringung erfolgte über eine verdeckte Metallkonstruktion, die die schwebende Anmutung der Skulptur unterstützt. Die handwerklichen Metall- und Lasergravurarbeiten wurden von uns ausgeführt.
Pascal Bargon, Projektleiter
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